Florence Ruckstuhl & Nora Schneider (CH)
A Beginner’s Guide to Sightseeing
Ein gestrandeter Orca, Sehenswürdigkeiten ohne Besucher*innen und ein künstlicher Sonnenuntergang bringen uns zum Staunen. Aber wer sieht uns dabei zu? Ein Abend mit zwei Bettlaken-Gespenstern und Popcorn für alle!
Worum geht’s
Worum geht’s
Zwei Gespenster spuken durch ein Haus, das eigentlich viel zu klein für sie ist. Irgendwo rattern Teppichmaschinen, ein Scheinwerfer stürzt in die Tiefe, und mittendrin liegt – ganz selbstverständlich – ein gestrandeter Orca. Tourist*innen, die eigentlich da sein sollten, glänzen durch Abwesenheit. Ein Fernglas sucht nach etwas, das sich vielleicht gar nicht finden lässt. Und irgendwo, ganz bestimmt, wartet die grösste Erdnuss der Welt darauf, entdeckt zu werden. Vielleicht.
Drei Beobachtungen nehmen die Zuschauer*innen mit auf die Reise: Was verdient überhaupt einen zweiten Blick? Wohin schauen wir am liebsten weg? Und wer beobachtet hier eigentlich wen – wenn plötzlich keiner mehr hinschaut? «A Beginner’s Guide to Sightseeing» spielt mit dem Schauen selbst: mit echten, erfundenen und ziemlich spektakulären Sehenswürdigkeiten.
Vorwissen? Braucht ihr nicht. Popcorn? Ist schon inklusive.
In einfachen worten
In einfachen worten
Das Stück handelt vom Reisen und Schauen.
Es fragt, was wir wirklich sehen und was wir übersehen.
Dabei kommen seltsame Dinge vor:
Zwei Gespenster spuken in einem Haus.
Irgendwo rattern Teppichmaschinen.
Ein Scheinwerfer stürzt in die Tiefe.
Mittendrin liegt ein gestrandeter Orca.
Das ist ganz normal hier.
Touristen sollten eigentlich da sein.
Aber sie fehlen.
Irgendwo wartet die grösste Erdnuss der Welt.
Wir fragen uns:
Was verdient einen zweiten Blick?
Wohin schauen wir am liebsten weg?
Und wer beobachtet hier eigentlich wen?
Was passiert, wenn keiner mehr hinschaut?
«A Beginner’s Guide to Sightseeing» spielt mit dem Schauen.
Es gibt echte Sehenswürdigkeiten.
Es gibt erfundene Sehenswürdigkeiten.
Und es gibt spektakuläre Sehenswürdigkeiten.
Popcorn gibt es auch.
wichtige infos
wichtige infos
| Alter | Für Erwachsene |
| Dauer | Ca. 70 Minuten |
| Sprache | Wenig Sprache / Hochdeutsch / Vorstellung vom 13. November mit DSGS |
| Publikum und Raum | Das Publikum sitzt auf der bestuhlten Tribüne. Es gibt Stühle, Sitzkissen und Flätzflächen. Im Raum ist immer etwas Licht und die Tür zum Foyer ist geöffnet. Für weitere Infos siehe «Zugänglichkeit». |
| Sensory Note | Es kommen vereinzelt Blitzlichter und leicht blendende Scheinwerfer vor. Blitze werden vorher angekündigt. Auf der Bühne kommt Bühnennebel zum Einsatz. Ausserdem sind wiederholt metallische Maschinengeräusche zu hören. |
| Content Note | Mit einem elektrischen Messer wird auf der Bühne Pappe zerschnitten. In einer Szene von einer leichten Panikattacke erzählt. |
| Preise | Kinder und Erwachsene CHF 29.- (Einheitspreis für alle Alter) |
| AHV/IV, Kulturlegi, Studierende, Kulturschaffende/Steuerkarten CHF 23.- | |
| Menschen mit Ausweis N, F und S erhalten freien Eintritt. | |
| Assistenzpersonen erhalten freien Eintritt. |
Zugänglichkeit
Zugänglichkeit
Relaxed Performance
Die Vorstellungen von «Beginners Guide to Sightseeing» finden als Relaxed Performance statt. Diese richten sich an alle, die von einer entspannteren Atmosphäre profitieren, insbesondere an neurodivergente Menschen (z.B. Autist*innen, Menschen mit Tourette oder ADHS). Im Theater Stadelhofen heisst das konkret:
- Du kannst ab 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn in den Theatersaal und dir einen Platz suchen.
- Es gibt alternative Sitz- und Flätzgelegenheiten. Du kannst dir einen Platz suchen, der für dich angenehm ist und ihn, wenn du möchtest, während der Vorstellung wechseln.
- Die Tür zwischen Theatersaal und Foyer ist während der Vorstellung offen. Du kannst den Saal jederzeit verlassen und wieder betreten.
- Im Foyer ist immer eine Mitarbeiter*in des Theaters da und für dich ansprechbar.
- Es gibt immer etwas Licht im Zuschauer*innenraum.
- Es gibt Stim-Toys und Gehörschutz zum Benutzen im Saal.
- Deine Geräusche oder Bewegungen stören nicht und erfahren Akzeptanz und Verständnis.
- Relaxed Performances beginnen im Theater Stadelhofen damit, dass wir alle im Saal willkommen heissen. Die Schauspieler*innen stellen sich vor und gehen kurz auf wichtige oder überraschende Elemente des Stücks ein.
Auf Wunsch geben wir im Vorfeld detaillierte Auskunft über sensorische Reize – wie zum Beispiel Publikumsinteraktion, Lautstärke, Lichteffekte.
Wenn du Fragen hast, bitte melde dich unter reservation@theater-stadelhofen.ch oder 044 261 02 07.
On Screen-Untertitel
Beide Vorstellungen werden deutsch On-Screen-Untertitelt.
Deaf Interpretation DSGS
Die Vorstellung von Freitag, 13. November findet mit Deaf Interpretation in deutschschweizerischer Gebärdensprache (DSGS) statt. Im Foyer ist eine Gebärdensprachdolmetscherin anwesend.
Allgemein
Das Gebäude des Theater Stadelhofen ist nicht komplett barrierefrei zugänglich.
Hier findest du ausführliche Informationen über mögliche Barrieren und Zugänglichkeit:
RAhmenprogramm
RAhmenprogramm
DSGS-Crash-Kurs
Willst du in Gebärdensprache ein Getränk bestellen?
Dann komm am Freitag um 18 Uhr zum Crashkurs Gebärdensprache mit sichtbar GEHÖRLOSE ZÜRICH!
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Es ist keine Anmeldung erforderlich. Der Crashkurs findet im Foyer vom Theater statt. Die neu erworbenen Kenntnisse können anschliessend bei der Bestellung an der Bar angewendet werden.
Die gemeinnützige Selbsthilfeorganisation sichtbar GEHÖRLOSE ZÜRICH setzt sich im Kanton Zürich für die Anliegen von gehörlosen, schwerhörigen und hörsehbehinderten Menschen ein. Das Ziel ist die Gleichstellung von Menschen mit einer Hörbehinderung und damit der barrierefreie Zugang zu allen Bereichen des Lebens. Hierzu setzen sie auf Inhalte in Gebärdensprache und bauen gezielt Brücken zur hörenden Mehrheit. Mit ihren gehörlosengerechten Angeboten und Dienstleistungen unterstützen sie Betroffene in ihrer persönlichen Entwicklung und pflegen die Gemeinschaft der Gebärdensprachnutzer*innen.
Denn gehörlose Menschen gehören dazu.
Credits
Credits
Künstlerische Konzeption: Florence Ruckstuhl, Nora Schneider, Merthe Wulf
Künstlerische Kompliz*innen: Levin Eichert, Amélie Haller
DSGS-Version und -Performance: Annemarie Meier-Buchli
Technische Gastspiel-Leitung: Patrick Faurot
Produktionsleitung: Bernhard la Dous
Administration: Juliana Simonetti
Fotos: Patrick Faurot
Gefördert von: Fachausschuss Darstellende Künste BS/BL (Produktion, Wiederaufnahme und Gastspiel), Ernst-Göhner-Stiftung, Pro Helvetia (Wiederaufnahme)
ÜBER DIE KÜNSTLER*INNEN
ÜBER DIE KÜNSTLER*INNEN
Florence Ruckstuhl und Nora Schneider
Florence Ruckstuhl und Nora Schneider und haben sich am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Giessen kennengelernt. Zwischen ihnen herrscht eine inhaltliche Nähe geprägt von freundschaftlicher Praxis (die sich in Faibles für Maschinen, Handarbeit und Popcorn äussert).
Nachdem die beiden 2021 im Rahmen der Treibstoff-Theatertage Basel «How not to be spectacular» als erstes gemeinsam geleitetes Projekt realisierten, wurde das Team für «A Beginners Guide to Sightseeing» um Merthe Wulf, Amélie Haller und Levin Eichert ergänzt. Als Gruppe begaben sie sich auf einen Ausflug in die Black Box und verfassten ihren eigenen Beginners Guide to Sightseeing. Das Team verfolgt ein gemeinsames Interesse nach einer visuellen Arbeitsweise und der Rolle von Storytelling im Performancetheater.
WIR lieben es, weil…
WIR lieben es, weil…
Weil Bettlakengeister!!!
Weil bitte mehr visuelles Meta!
Weil Free Willy heisst jetzt Fiona.